Wenn um 17:30 Uhr die Läden schliessen — Kein Shopping am Abend in Cambridge (Teil 3)
Von Jens-Rainer Wiese | 25.Januar 2012

Die Universitätsstadt Cambridge hat eine hübsche Fussgängerzone. Nur leider schliessen die Geschäfte bereits um 17:30 Uhr.

Das ist absoluter Rekord. Sicherlich gibt es irgendwo ausserhalb der Stadt noch einen grossen Tesco. Aber wie sollen die Kunden in die Stadt gelockt werden, wenn sie nach der Arbeit gar keine Zeit zum Einkaufen haben?
Doch es gibt zum Glück “Trockel Ullman & Freunde”, bei denen man etwas essen kann:

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Unterwegs in York — einmal Curry ohne Wurst
Von Jens-Rainer Wiese | 24.Januar 2012
York hat neben dem Flussufer der Ouse und dem sehenswerten Minster auch noch eine schnuckelige Altstadt zu bieten, durch die sich die Touristenmassen im Sommer im Schritttempo bewegen.


Ausserdem ist die gesamte Innenstadt von einer öffentlich und noch dazu kostenlos begehbaren Stadtmauer begrenzt. Diese Mauer ganz abzulaufen kann aber 1-2 Stunden dauern.

Wer Lust auf Currywurst hat, wird in diesem Laden leider Pech mit seinen Gelüsten haben. Hier gibt es nur digitale Geräte wie Kameras etc.



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Covent Garden — Fünf Mal am Tag den Arm auskugeln als Beruf
Von Jens-Rainer Wiese | 18.Januar 2012
Das Gebiet um die ehemaligen Markthallen von Covent Garden ist ein beliebter Ort in London, um Strassenkünstler bei ihren skurillen Darbietungen zuzuschauen. Hier ein Schlangenmensch, der unter anderem durch einen Tennisschläger steigt und seine Beine über die Schulter schlägt.

Er ist 20 Jahre alt, und seit 4 Jahren lebt er von den Fähigkeiten seines super elastischen Körpers.

Mehrmals täglich muss er sein Schultergelenk auskugeln, denn sonst würde er ja gar nicht durch den Tennisschläger passen.

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Chasing the bikes — Wenn der Bus die Bikes jagt
Von Jens-Rainer Wiese | 14.Januar 2012
Als nach den Terroranschlägen auf das Londoner U-Bahn-Netz im Sommer 2005 tagelang kein Zug fuhr, besannen sich viele Londoner auf alternative Transportmittel und holten ihre Bikes aus dem Fahrradschuppen. Auch als die Tube wieder fuhr, behielten manche diese gesunde Fortbewegungsart bei. Nun streiten sich die Experten, wie “gefährlich” oder “spannend” das Biken in London sei.
Zwar dürfen die Londoner Biker auf den Busspuren fahren, aber das ist mitunter nicht ganz ungefährlich, denn die Busfahrer haben eine ziemlich Geschwindigkeit drauf und “jagen” gern die Biker dabei vor sich her, wie diese Fotos beweisen, die aus einem fahrenden Doppelstockbus geschossen wurden:


Als Biker wäre ich längst auf den absolut breiten und menschenleeren Bürgersteig zur Linken ausgewichen, aber vielleicht macht es ja Spass, so mit einem Bus im Nacken zu biken?
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Westminster am Sonntag — Nach der Neutronenbombe
Von Jens-Rainer Wiese | 11.Januar 2012
So ungefähr muss sich ein Spaziergang durch Londons Stadtteil Westminster nach dem Fall einer Neutronenbombe, die bekanntlich nur die Menschen tötet, aber keine Sachschäden verursacht, anfühlen. Eine absolut gespenstige Atmosphäre, das ganze ausserdem noch ziemlich geräuschlos. Hier wohnt wirklich niemand, hier wird nur verwaltet, und zwar von Montags bis Freitags, aber nicht am Wochende.

Könnte man glatt den nächsten Teil von “28 Days Later” oder “28 Weeks Later” drehen. Im Science-Fiction Endzeit-Horrorfilm “28 Days Later” erwacht der Protagonist, ein Londoner Fahrradkurier, nach einem Unfall aus dem Koma auf und findet das Krankenhaus und die gesamte City von London menschenleer, weil alle Menschen in der Stadt an einer tödlichen Epidemie erkrankten. Allein für diese erste 10 Minuten ist der Film absolut sehenswert. Der dritte und letzte Teil dieser Triologie heisst übrigens “28 Months Later” und kommt 2009 ins Kino. Wir sind gespannt!
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Penny Lane in Liverpool — Auf den Spuren der Beatles
Von Jens-Rainer Wiese | 29.Juni 2011
Die Magical Mystery Tour führt selbstverständlich auch zur Penny Lane:

Während der Bus wartet, dürfen die Beatles-Touristen Fotos schiessen:

Auch der “barber showing photographs” ist noch vorhanden:

Hier der Originaltext:
In Penny Lane there is a barber showing photographs
Of every head he’s had the pleasure to know.
And all the people that come and go
Stop and say hello.On the corner is a banker with a motorcar,
The little children laugh at him behind his back.
And the banker never wears a mack
In the pouring rain, very strange.
(Quelle: seeklyrics.com)
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Waren wir mal bei Aldi, in England
Von Jens-Rainer Wiese | 23.Juni 2011
Nein, diese Bilder entstand nicht in Hamburg, München oder Zürich. Dies war bei Aldi in Boston, Lincolnshire.

Ja, Aldi ist mittlerweile ein europaweites Phänomen. Die proppenvollen Gänge lassen jedoch vermuten, dass die Briten noch etwas skeptisch sind gegenüber der dieser “Karton-Auspack-Kultur”.

Aldi UK ist schon lange im Geschäft. Seit 1989 hat sich Aldi Süd mit 310 Niederlassungen auf der britischen Insel ausgeweitet. Auf der Webseite finden wir in den FAQ (=Frequently Asked Question):
Why are Aldi stores not listed in the phone book?
The Store Manager or Area Manager handles all customer enquiries, so the easiest way to contact them is by returning to the store. This way our service to customers is prompt and personal.
Why are there so few staff?
We like to call our staff the “fastest, friendliest people in retail”. Our intensive training programme means all our staff operate at the highest standards, all the time.
(Quelle: Aldi.co.uk)
Noch Fragen?
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Einen Kuchen zum an die Wand nageln — Entdeckungen bei Tesco
Von Jens-Rainer Wiese | 14.Juni 2011
Diesen appetitlichen Geburtstagskuchen entdeckten wir in einem Regal mit unzähligen weiteren Exemplaren in ähnlicher Aufmachung in einem Tesco-Supermarkt in Lincoln:

Dem Gewicht und der Festigkeit des “Kuchens” nach zu urteilen, war der aus 100 % Porzellan und Pappe gepacken, also entweder zum ewigen Andenken oder zum an die Wand nageln.
Das Warenangebot in einem englischen Supermarkt der Kette “Tesco” ist übrigens absolut als “europäisch” zu bezeichnen. Es wunderte uns, wie viele Produkte selbst den weiten Weg aus Deutschland unterwegs sind “Onken” Jogurt (ursprünglich aus Moers, heute zum Dr. Oetker Konzern gehörend) wird auch mit grossem Erfolg in Grossbritannien vertrieben, es gib sogar eine englische Webseite für Onken UK.
Zu Tesco lesen wir bei Wikipedia:
Tesco ist eine britische, weltweit vertretene Supermarktkette. Tesco ist die größte Handelskette in Großbritannien und die drittgrößte weltweit (hinter Wal Mart, USA und Carrefour, Frankreich). Der Name entstand, nachdem Jack Cohen 1924 eine große Menge Tee von T.E. Stockwell gekauft hatte. Er entwarf neue Etiketten für den Tee, wobei sich der Name dafür aus den Initialen des Lieferanten (TES) gefolgt von den ersten zwei Buchstaben seines eigenen Nachnamens (CO) zusammensetzte. Im Jahr 2003 wurde sie dafür ausgezeichnet, dass sie nach Aldi und Lidl die effizienteste Einkaufsmöglichkeit in Europa bietet. Besonders hervorgehoben wurde bei dieser Untersuchung, dass es Tesco im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern schaffte, in allen Bereichen der Preis- und Qualitätsskala Eigenmarken zu etablieren. Tesco betreibt in Großbritannien 1988 Supermärkte und beschäftigt 240.000 Mitarbeiter.
(Quelle: Wikipedia)
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Den Cavern Club gibt es nicht mehr — In der Mathew Street in Liverpool
Von Jens-Rainer Wiese | 13.Juni 2011
Die Mathew-Street ist heute das Zentrum des Beatles-Tourismus in Liverpool:

Es reiht sich dort Beatles-Shop an Beatles Shop:

Der echte Cavern-Club, in dem die Beatles am Anfang ihrer Karriere regelmässig auftraten, musste bereits in den 70ern einer Einkaufspassage weichen. Aber gegenüber und links und rechts daneben wurden neue “Caverns” eröffnet, die sich nun mit berühmten Namen schmücken.

Es gibt einen “club” und einen “pub”, der sich nach dem alten “Cavern” benannt hat. Dort stehen ziemlich schräge Typen vor der Tür.

Die Wand besteht aus Namen, der “Cavern Wall of Fame”:

Jeder Stein wurde einem Künstler oder einer Band gewidmet, der oder die hier aufgetreten sind:

Ist es nicht nett, das der verstorbene Ex-Beatles Stu Sutcliffe (beerdingt in Liverpool) und der Ex-Drummer Pete Best so nah bei Ringo und George eingemauert wurden?
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Dead man’s hole — Die Totensammelstelle direkt unter der Towerbridge
Von Jens-Rainer Wiese | 3.April 2011
Bevor die Towerbridge gebaut wurde, verkehrte an dieser Stelle der Themse eine Fähre:
Before Tower Bridge was built, a ferry ran from Horselydown Steps, near the southern foot of today’s bridge, to a point on the north bank known as Dead Man’s Hole - so called because the ferrymen operated a lucrative sideline taking corpses across the river. The reason was simple. Bart’s Hospital, on the north side, paid 6d more for the bodies used for medical research than Guy’s Hospital on the south.
(Quelle:newscientist.com)

Der Ort hiess auch nach dem Bau der Brücke noch “Dead Man’s Hole“, weil hier mit schöner Regelmässigkeit die Flussleichen der Themse angespült wurden. Wer sie aus dem Wasser fischte, bekam von der Stadtverwaltung eine Belohnung.
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In High heels auf die Rasenfläche — Dresscode der Londoner Geschäftsfrauen am Mittag
Von Jens-Rainer Wiese | 24.März 2011
Nirgends zuvor haben wir den klassischen “Business dresscode” für Männchen und Weibchen so ausgeprägt und konsequent getragen gesehen wie in London.

In der City im alten Finanzdistrikt rund um St. Pauls und The Bank ebenso wie das Juristenviertel rund um die Fleet street und den “Inns of Court” ist “High heels” Tragen Pflicht:

Mittags dann geht es mit diesen Schlappen auf die nächste freie Grünfläche.

Sieht cool aus, wenn die Absätze im Rasen einsinken. Aber eine echte Londonder Star-Anwältin lässt sich davon nicht abhalten.
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Die Heimat der Beatles — Magical Mystery Tour (Teil 3)
Von Jens-Rainer Wiese | 28.Oktober 2010
Das Wohnhaus von John Lennon gehört heute dem National Trust und kann sogar besichtigt werden:

Sieh man die Wohnhäuser von John Lennon, der von seiner Tante Mimi grossgezogen wurde, und Paul McCartney, so wird rasch deutlich, dass diese beiden aus der “upper middelclass” stammten, anders als George und Ringo.
Hinter dem Fenster im ersten Stock wurden ca. 150 Beatles Songs geschrieben:


Liverpool hat erst recht spät erkannt, welches Potential der “Beatles-Tourismus” für die Stadt bedeutet. An dieser Bushaltestelle lernte Paul McCartney den dritten Beatle George Harrison kennen.

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Auf der Magical Mystery Tour in Liverpool (Teil 1)
Von Jens-Rainer Wiese | 18.Oktober 2010
Das grösste Highlight eines jeden Liverpool-Besuchs ist die Teilnahme an der “Magical Mystery Tour”. Selbstverständlich im Original Magical Mystery Bus aus dem Jahr 1967:

Schaut man sich die 40 Jahre alte “Sicherheitstechnik” etwas genauer an, so wird einem ganz anders. Der grosse Lederblock in der Bildmitte ist übrigens der Motorblock:

Der Fahrer ging selbstverständlich mit John Lennon zur Grundschule.

Überhaupt haben wir viele Liverpooler kennengelernt in England, die in irgendeiner Beziehung zu den Beatles standen, die gleichen Lehrer hatten, die gleichen Kurse besuchten oder zu mindestens in der gleichen Strasse wohnten.
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Where have all the pigeons gone? — Es gibt (fast) keine Tauben mehr in London
Von Jens-Rainer Wiese | 12.September 2010
Wer kennt nicht die alten Fotografien mit den tausend und abertausend Tauben am Trafalgar Square in London? Das ist Geschichte. Hat man vor 30 Jahren noch den Spruch “Keep London tidy — eat a pigeon a day” gelesen, ist dies heute nicht mehr notwendig. Die Tauben sind gegessen, bzw. verschwunden. Der Trafalgar Square sieht heute so aus:

Und damit das auch so bleibt, stehen überall Schilder, die in mehreren Sprachen verbieten, die Tauben zu füttern:

Dennoch gibt es Touristen, die sich nicht an diese Regelung halten wollen, und selbst unter den Augen von freundlichen Bobbys weiter Tauben füttern, wie auf dem nächsten Foto deutlich zu erkennen ist:

Die Tauben wurden durch systematische Sterilisation dezimiert. Sehr erfolgreich ist auch die Ansiedlung von Raubvögeln in London. Die Zahl der Tauben ging massiv zurück, denn wo ein Falke kreist, da hält sich keine Taube lange gern im Freien auf. Am alten Schornstein der Modern Tate Gallery kann man diese Falken kreisen sehe. In anderen Städten geht man da etwas brutaler vor. So lasen wir über die Bekämpfung der Taubenplage in Zürich:
In Zürich dagegen ist das Füttern streng verboten. Täglich macht sich ein hauptamtlicher Taubenwart auf, um die Vögel mit einer Flinte von den Dächern zu schießen. Auch Fallen stellt der Taubenhenker auf - den Gefangenen dreht er persönlich den Kropf um. Bis zu 50 Tiere tötet er pro Tag.
(Quelle: NDR.de)
Die Methode in London wird in einem Blog so beschrieben:
Hawks. There is a company that makes its money flying hawks over public areas to scare the other birds away, particularly pigeons. We were told the scent of the raptors warns the pigeons away, so simply flying the hawks over the area every day is enough. They are also flown over Westminster Abbey and St. Paul’s Cathedral, although at St. Paul’s (I think; it’s one or the other anyway) they are also flown to kill, so the pigeons don’t roost. Unfortunately, we didn’t get to see the hawkers that day.
(Quelle Geek Buffet)
Dann doch lieber “Keep London tidy — eat a pigeon a day”
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British Library vs. Madame Tussaud — Die Beatles im Original und als Wachsfigur
Von Jens-Rainer Wiese | 8.September 2010
Ein absolutes Highlight in der Londoner Museumslandschaft, und dennoch kaum besucht, ist die permanente Ausstellung der British Library.
Bis 1998 Teil des British Museums, zog sie dann um in einen ultramodernen Neubau im Stadtteil St. Pancras, unweit des gleichnamigen Bahnhofs. Der Besuch ist kostenlos, und es ist unglaublich, welche einzigartigen Schätze dort ausgestellt werden:
Zwei Originale der Magna Carta, das einzige Manuskript von Beowulf (nein, nicht das Drehbuch zum gleichnamigen Film), zwei Original Gutenberg-Bibeln und, was uns besonders beeindruckte, eine Vielzahl von Original Beatles Manuskripten. Notizen für ihre Songs, auf eine Serviette oder einen Bierdeckel notierte Texte zu weltberühmten Songs. Der Text von „Hard days night“ wurde z. B. auf einer Geburtstagskarte notiert. Ausgestellt sind weiterhin an Beatles Manuskripten:
• MS Lyric In My Life (beginning ‘There are Places I Remember’)
• MS Lyric She Said (beginning ‘I Know what it’s Like to be Dead’)
• MS Lyric I remember a time when everyone
• MS Lyric Ticket to Ride
• MS Lyric The Fool on the Hill
• MS Lyric Yesterday
• MS Lyric Help
• Photo of John Lennon
• Photo of the Beatles, including Pete Best and Stuart Sutcliffe
• Birthday card with MS Lyric A Hard Day’s Night
• MS Lyric Strawberry Fields Forever (beginning ‘No-one I think….’
• MS Lyric I wanna hold your hand
• MS Lyric Michelle
• Hunter Davis biography
• The Beatles Book No 1, August 1963
• 45rpm single of A Hard Day’s Night
• Beatles’ 1963 Christmas record in cover
• Hammersmith Odeon concert ticket, 1965
• Fan club membership card
Wenige Kilometer weiter stehen die Touris 2 Stunden Schlange und zahlen 12 Pfund Eintritt, um die schlecht gemachte Wachsfiguren-Kopie der Beatles bei Madame Tussaud zu sehen, während hier solche Original-Niederschriften ohne Publikumsandrang in aller Ruhe studiert werden können.

Kopfhörer stehen bereit, um von allen Original-Partituren auch klanglich einen Eindruck zu gewinnen.
Wer eher naturwissenschaftlich interessiert ist, findet ein Notizbuch von Leonardo da Vinci und für Shakespeare Fans gibt es ein jede Menge früher Augaben seiner Werke. Musikhistoriker freuen sich über handschriftliche Notenblätter von Bach, Händel oder Mozart, incl. Tonbeispiel.
Spass machen die Computerpräsentationen „Turning the pages“ mit denen man viele Werke selbst am Touchscreen durchblättern kann. Sie sind auch via Internet zu besichtigen.
Damit die Bücher nicht gestohlen werden verloren gehen im Museum, werden sie übrigens mit starken Ketten gesichert:
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Bastian Pastewka inkognito in London
Von Jens-Rainer Wiese | 3.September 2010
Kennen Sie noch Bastian Pastewka, Star der Wochenshow auf RTL von 1996 bis 2004? Hier im Kreise seiner damaligen Kollegen:

Wir entdeckten ihn, völlig inkognito, in London unweit vom Trafalgar Square an der Aussenseite der Kirche St.-Martin-in-the-fields, die gerade renoviert wurde. Wiederum im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen:

Ja das ist er, das muss er sein! Bastian Pastewka wie er leibt und lebt. Auch wenn er nicht einen sehr glücklichen Eindruck macht bei seinem Einsatz als Kirchen-Angestellter mitten in London.
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Unter Londons Brücken bitte jeden Lärm vermeiden
Von Jens-Rainer Wiese | 18.Januar 2009
Der zur Milleniumsfeier eingerichtete Pfad am südlichen Themseufer erfreut sich bei London-Touristen grosser Beliebtheit. Selten ist er so menschenleer wie auf den folgenden Aufnahmen, die Sonntagmorgens um 9:00 Uhr entstanden.

Links ist die Blackfriars Bridge bei Ebbe zu sehen, ganz rechts die Blackfriars Railway Bridge. In der Mitte die 1984 nach der Demontage der alten Eisenbahnbrücke übrig gebliebenen gemauerten Stützpfeiler.
Nur zu dieser frühen Stunde schlafen hier noch Obdachlose.

Damit ihr Schlaf nicht gestört wird, hat man fürsorglich ein Schild angebracht:

Natürlich bezieht sich das Schild nicht auf die schlafenden Penner, sondern auf die bis in die späte Nacht hier feiernden Londoner. Sehr beliebt für Feten ist in London das bei Ebbe freiliegende Kiesufer der Themse. Warum? Nun, um das Aufräumen nach der Fete kümmert sich dort in der Regel die einsetzende Flut.
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Altes und Neues im Queens’ College — Unterwegs in Cambridge (Teil 2)
Von Jens-Rainer Wiese | 27.Juli 2008
Nein, der Titel dieses Postings enthält keinen Schreibfehler. “Queens´College” wird tatsächlich mit Plural-S und Apostroph geschrieben:

Das Queens’ College ist eines der 31 Colleges der englischen Universität Cambridge. Es wurde 1448 durch Margarete von Anjou erstmals gegründet. Ein zweites Mal wurde es im Jahr 1465 durch Elizabeth Woodville, die Ehefrau von König Eduard IV, gegründet. Dies drückt sich auch in der Rechtschreibung des volkstümlichen Namens des College aus, da die Bezeichnung Queens’ (also Plural für Königin) und nicht Queen’s College heißt. Dennoch lautet der offizielle Name: „The Queen’s College of St Margaret and St Bernard in the University of Cambridge.“

Was uns neben seiner bezaubernden Lage am Flüsschen Cam vor allem an diesem College faszinierte, ist das dreiste Nebeneinander von steinalten Gemäuern und hochmodernen Beton-Zweckbauten, zum Teil unmittelbar ineinander übergehend. Natürlich komme die Betonbauten nicht auf die Postkartenmotive.

Das ist hier kein Museum, sondern eine Universität. Hier wird gelehrt und gelernt. Nicht immer möchten die Studenten am liebsten nur in den alten Gemäuern wohnen, die neuen sind oft einfach komfortabler.


Ob die Cam im Winter zufriert und die Studenten dann eine Abkürzung über den Fluss nehmen können?

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Eine Runde Punting unter der Mathematiker-Brücke — Willkommen in Cambridge (Teil 1)
Von Jens-Rainer Wiese | 25.Juli 2008
Die grosse Rivalin der alten Universitätstadt Oxford ist Cambridge, nicht nur bei der jährlichen Ruderregatta.

Von hier kommen die meisten britischen Nobelpreisträger, nicht aus Oxford. Beide Städte sind im Sommer voller Sprachstudenten aus allen Ländern der Welt. Am Nachmittag trifft man sich zu einer Runde “Punting”, hier auf dem seichten Flüsschen “Cam”. Es geht unter der “Mathematics-Bridge” oder “Wooden Bridge” hindurch, um die sich einige Mythen ranken:

There are several myths surrounding the construction of the bridge:
* That the bridge is of Chinese origin and that its design incorporates some form of special mathematical technique from which it derives its name.
* That the bridge was designed and built by students. It was so perfect that the planks were laid one on top of the other and held together by their weight and the angles by which they were put together. The professors were so intrigued and in awe of its architecture that they took it apart to see how it was built. Their downfall was that they could not piece it back together again and therefore the bridge is now held together by nuts, bolts and screws.
* That the bridge was designed by Isaac Newton, but that he did so without the need for bolts to hold the wood together. This story is unlikely to be true because Newton died in 1727, 22 years before the bridge was constructed.
Tellers of these myths rarely elaborate on what these mysterious mathematical techniques might have been.
(Quelle: Wikipedia)

Die Brücke führt in einen anders nicht zugänglichen Teil des alten Queen´s College.
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Sherwood Forest — Wieviele Bäume sind ein Wald?
Von Jens-Rainer Wiese | 20.Juli 2008
Der Sherwood Forest liegt bei Nottingham. So dachten wir, aber das ist falsch. Er liegt bei Edwinstow, ein ganzes Stück entfernt von Nottingham
Größere Kartenansicht
Einen richtigen Wald kann man diesen Forest kaum nennen. Aber was definiert schon einen Wald? Im Mittelalter wurden Kühe und Schweine in den Wald getrieben, damit sie sich von Eicheln und Kastanien ernähren. Ein Wald war dadurch eine sehr “lichte” Gegend.

Im Sherwood Forest steht die berühmte “Mayor Oak”. Die grosse Eiche, unter der sich einst Robin Hood mit seinen Genossen aufgehalten haben soll. Dieser Baum ist 800 - 1000 Jahre alt und sein Stamm hat einen Umfang von 11 Metern.

Unter dem Baum mag Robin Hood gelagert haben, in seinen Ästen jedoch kaum, weil — so alt diese Eiche auch ist — die Äster damals noch nicht dick genug sein konnten, um einen erwachsenen Mann zu tragen. Diese Eiche ist heute durch eine Zaun geschützt, damit Besucher nicht permanent mit ihrem Getrampel den Boden um den Baum so stark verdichten, dass kein Wasser mehr eindringen kann. Die Äste werden gestützt.
Das faszinierendste an der Sagengestalt Robin Hoods ist seine Fähigkeit, durch die Zeit zu reisen und dabei allerei Anpassungen zu erfahren. Wir lesen bei Wikipedia:
Möglicherweise stammen einzelne Motive seines Charakters bzw. seiner Abenteuer aus der Biographie von William Wallace. Das erste Mal wurde er in einem Manuskript, in William Langlands Piers Plowman (1377), erwähnt. Dort behauptete Sloth, der faule Priester: „Ich kenne Reime von Robin Hood“. Drei Jahre später schrieb der schottische Chronist John Fordun, dass Robin Hood „in den Balladen für das größte Entzücken sorgt“.
Gedruckte Versionen von Balladen über Robin Hood erschienen kurz nach der Einführung des Buchdrucks in England im frühen 16. Jahrhundert. In diesen Balladen ist Robin Hood (gelegentlich auch Robyne Hode) ein Freisasse, was zu dieser Zeit gleichbedeutend mit einem unabhängigen Grundbesitzer oder einem Großbauern ist. Erst am Ende des 16. Jahrhunderts wurde er zu einem Edelmann namens Earl of Huntington, Robert von Locksley oder, nochmals später, Robert Fitz Ooth oder auch Robert Fitzood.
Seine romantische Verbindung zu Maid Marian (oder Marion, Marionne, Marianne oder auch Marie-Anne, ursprünglich bekannt als Mathilda) ist ebenso ein Produkt dieser späteren Periode und hat vielleicht mit dem französischen Theaterstück Jeu de Robin et Marion von Adam de la Halle, das etwa 1280 entstand, zu tun. Neben den Namen besteht hier jedoch keine erkennbare Verbindung zu Robin Hood.
(Foto: Maid Marian sucht Robin im Baum)Im späten 16. Jahrhundert wurde auch die Geschichte Robin Hoods in die Jahre um 1190 zurückversetzt, als Richard Löwenherz sich auf einem Kreuzzug befand. Eine der originalen Robin-Hood-Balladen bezieht sich auf die Könige Eduard I., Eduard II. und Eduard III., die England von 1272 bis 1377 regierten. Das Bild Robin Hoods als edelmütiger Sachse, der die Normannen bekämpfte, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Dies wird deutlich, wenn man die Rolle betrachtet, die Robin Hood in Sir Walter Scotts Roman Ivanhoe spielt.
(Quelle: Wikipedia.de)
Gesucht wird offensichtlich noch heute, siehe dieses Plakat am Eingang des Sherwood Forests:

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Boston (Lincolnshire) — Ein Stummel aber keine Tea-Party
Von Jens-Rainer Wiese | 15.Juli 2008
An was denken Sie, wenn Sie das Wort “Boston” hören? Doch sicherlich an die “Boston Tea-Party“, diesem Akt zivilen Ungehorsams im Hafen der nordamerikanischen Stadt Boston am 16. Dezember 1773. Oder an die gleichnamige Gruppe Boston und ihren Song “If you leave me now“. Aber halt, das war ja Chicago. Boston sang “More than a feeling“. Die wuscheligen Sänger von Chicago sangen ihren Hit ebenfalls 1976, im gleichen Jahr wie Boston. Auch bei ihren Frisuren kann man sie leicht verwechseln.

Boston ist ein Kleinstadt mit 35 000 Einwohner in Lincolnshire:
Von hier starteten 1607 die Pilgerväter ihren vergeblichen Versuch, Holland und damit Religionsfreiheit zu erreichen. Einige der Pilgerväter, die 1620 mit dem Schiff Mayflower nach Amerika auswanderten und dort 1630 die neue Stadt Boston gründeten, stammten aus dem englischen Boston oder waren hier inhaftiert gewesen. Ihre Kerkerzellen sind noch erhalten.

Heute liegt der Ort verschlafen im Südosten Englands, und von seiner einstigen Grösse zeugt nur noch ein Stummel, oder auch Stumpen bezeichnet: The Boston Stump.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Pfarrkirche Saint Botolph, mit dem berühmten Boston Stump, einen Kirchturm, dessen Unterbau im Jahr 1309 begonnen und 1460 vollendet wurde. Er ist 88 Meter hoch und beherrscht die Landschaft im Umkreis der Stadt. Früher dientet er als Leuchtturm für die Schiffe und für die Reisenden durch die Fens.

Während man in berühmten Kirchen Englands schnell 8-12 Pfund für den Eintritt berappen darf, nach 1-2 Stunden Wartezeit für den Einlass, freuen sich hier die freiwilligen Damen der Pfarrei über jeden Besucher, der eine Spende bezahlt, um den sensationellen Turm zu besteigen. Platzangst sollte man keine haben, denn die Wendeltreppe ist nichts für Menschen mit breiten Kreuzen.


Von oben hat man einen einmaligen Blick über die Moorlandschaft der Umgebung. Die Kanäle Bostons sind bei Ebbe leer, so stark ist hier der Gezeiteneinfluss.


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Mablethorpe an der Ostküste — Den Sandstrand ganz für sich allein haben
Von Jens-Rainer Wiese | 13.Juli 2008
Wer kennt nicht die berühmten Englischen Seebäder an der Südküste wie Brighton, Bournmouth oder Southend. Dort ist man zwar rasch mit dem Zug, aber man ist dort auch selten allein am Strand. Und nur an wenigen Orten gibt es einen so schönen und breiten Sandstrand wie in Mablethorpe an der Ostküste:


Morgens um 10:00 Uhr sah der Parkplatz so aus:

Und um 12:00 Uhr war er auch nicht viel voller.


Am Strand gibt es die Spuren von Sandwürmer zu entdecken:

Und natürlich Krebse, oder ist das eine Krabbe?

Natürlich gibt es auch Sonnenhungrige an so einem schönen Tag im August. Hier auf dem Foto liegen genau drei Vertreter dieser Spezies auf ihren Handtüchern am Strand:

Wem es dort zu langweilig ist, der geht ins Pub ein paar Pintes hinter die Binde kippen, während die lieben Kleinen so lange in diesem Fun Park “abgestellt” werden.

Ob wir es hier allerdings 2 Wochen aushalten würden, steht auf einem ganz anderen Blatt:

Was definitiv nicht fehlt, ist ein Pier. Dazu muss man ein Stück weit weiter nördlich nach Cleethorpes fahren.
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Sternegucken in Woody’s Top — Die einsamste Youth Hostel von Lincolnshire
Von Jens-Rainer Wiese | 11.Juli 2008
Auf unserer Fahrt durch England und Wales übernachteten wir immer in Jugendherbergen. Da wir mit einem Mietauto unterwegs waren, konnten wir auch sehr einsame Hostels erreichen.

So wie “Woody’s Top”, das mitten in den geschützen Landschaft der Lincolnshire Wolds liegt:

Es wurde von rührig besorgten “Herbergseltern” gemanaged, welche diesen Job gegen geringes Entgeld während der Sommerferien freiwillig übernahmen. Sie freuten sich über jeden Gast und liessen sich das Woher & Wohin genaustens erzählen.

Genau das ist es, was uns bei diesen Youth Hostels so sehr gefiel. Beim gemeinsamen Kochen in der Gemeinschaftsküche kommt man leicht ins Gespräch mit den anderen Gästen, die tagsüber zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs waren, und abends von ihren Touren und Erlebnissen berichten.

Ein Gast war extra mit einem Sterneguckerzelt angereist, um in dieser einsamen Gegend der Lincolnshire “Wolds” die Monde des Saturns zu beobachten.

Als es soweit war, kam er aufgeregt in den “common room” gerannt und lud die wenigen Übernachtungsgäste ein, seinen Triumph mit einem Blick durch sein Fernrohr zu teilen.

Im Internet wird das Hostel so beworben:
This is one of YHA’s quietest hostels, hidden well away from civilisation in the Lincolnshire Wolds. The converted farm buildings are surrounded by open fields so, if you don?t want to see a soul, travel by foot or bike to explore the landscape. When you’re ready to face the world again, ease yourself gently back into the rat race in the nearby market towns before making the 25-mile trip to Lincoln to ponder the might of its cathedral built on the orders of William the Conqueror.
(Quelle: hihostels.com)

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Schwimmen im Humber nur bei Flut möglich — Willkommen in Cleethorpes
Von Jens-Rainer Wiese | 9.Juli 2008
Die kleine Ostküstenstadt Grimsby bildet heute mit dem Seeort Cleethorpes eine zusammengewachsene Stadtlandschaft.

Der Strand liegt in Cleethorpes. Eigentlich ist es nicht wirklich die Nordsee, in der hier gebadet wird, sofern die Flut es erlaubt, sondern die Mündung des Humber-Flusses.

Wie jedes Seebad gibt es auch hier eine breite Promenade mit vielen Vergnügungsstätten und natürlich einen Pier. Der wurde während des zweiten Weltkriegs “unterbrochen”, weil man verhindert wollte, dass deutsche Landungsschiffe ihn für eine Invasion nutzen könnten:

A section was, however, cut out of the pier during the Second World War to impede its use in any German invasion attempt. Nowadays, it is the shortest UK pier, at just 335ft.
(Quelle: Wikipedia)
Das Wasser ist nicht sehr verlockend, aber Muschelnsammeln macht auch Spass am Strand:

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Wo geht es hier zum Meer? — Grimsby an der Ostküste
Von Jens-Rainer Wiese | 7.Juli 2008
Auf der Suche nach den schönen Stränden der Ostküste kamen wir nach Grimsby. Der Ort ist, wie viele Städte an Englands Ostküste, ebenfalls eine Gründung der Dänen, genauer gesagt ihrer historischen Urväter, der Vikinger:

Grimsby wurde von den Dänen im 9. Jahrhundert gegründet und hieß ursprünglich Grim’s by (Grims Dorf). Das Domesday Book verzeichnete 1086 für Grimsby 200–250 Einwohner. Im 12. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem kleinen, aber geschäftigten Fischerei- und Handelshafen. 1201 erhielt Grimsby von König Johann die Charta, d.h. die Garantie gewisser Rechte für die Einwohner. Der Ort wuchs und gedieh bis ins 15. Jahrhundert hinein. Dann führte die zunehmende Versandung des Hafens zu einem langen wirtschaftlichen Rückgang. 1801 hatte Grimsby lediglich 1524 Einwohner. Im 19. Jahrhundert wurde der Hafen ausgebaut. Der zunehmende Handel führte zu einem wahren Boom, so dass Grimsby Ende des 19. Jahrhunderts 75.000 Einwohner hatte.
(Quelle: Wikipedia)
Was treibt man in dieser Stadt ohne Strand? Na, z. B. shoppen gehen, hier im überdachten gigantischen Freshney Place Shopping Center. Zumal es in Strömen regnete, als wir ankamen.

Musikalisch wurde Grimsby von Elton John ein Denkmal gesetzt, der 1974 einen Song über die Stadt schrieb. Das Lied ist heute 34 Jahre alt:
As I lay dreaming in my bed
Across the great divide
I thought I heard the trawler boats
Returning on the tide
And in this vision of my home
The shingle beach did ring
I saw the lights along the pier
That made my senses singOh oh Grimsby, a thousand delights
Couldn’t match the sweet sights
Of my Grimsby
Oh England you’re fair
But there’s none to compare with my Grimsby
Through nights of mad youth
I have loved every sluice in your harbor
And in your wild sands from boyhood to man
Strangers have found themselves fathersTake me back you rustic town
I miss your magic charm
Just to smell your candy floss
Or drink in the Skinners Arms
No Cordon Bleu can match the beauty
Of your pies and peas
I want to ride your fairground
Take air along the quay
(Quelle: seeklyrics.com)
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Lincoln in Lincolnshire — Ein Ort ohne Touristen aber mit einer Magna Carta
Von Jens-Rainer Wiese | 2.Juli 2008
Ja, das war die wichtigste Entdeckung in der hübschen Middle East Englischen Stadt Lincoln: Es gibt keine Touristen hier! Bis auf jenen einsamen Radwanderer aus Deutschland (erkennt unser Kennerblick sofort an den roten Ortlieb-Taschen), der hier geparkt hat um schnell einen Blick in die Kathedrale zu werfen:

Schöne alte Fachwerkhäuser im Tudor-Stil gibt es auch zu bestaunen:

Und natürlich das trutzige alte “Castle”, die “weltliche Macht” gleich gegenüber der geistigen Macht, der Kathedrale:

Erbaut von den Normannen:
Die Normannen erbauten 1068 unter Wilhelm dem Eroberer die mächtige Burg Lincoln Castle. Vier Jahre später begannen sie mit dem Bau der Kathedrale, einer der monumentalsten mittelalterlichen Kirchen Großbritanniens und bis 1549 das damalige höchste Kirchenbauwerk der Welt.
(Quelle: Wikipedia)
In diesem Schloss wird eine weitere Kopie der Magna Carta aufbewahrt. Aber die hatten wir bereits in London in der British Library in doppelter Ausführung gesehen. Ein viertes Exemplar liegt in Salisbury. Ist 28 Jahre her, dass ich es dort sah, wird also Zeit, dort mal wieder hinzufahren. Warum es soviele Exemplare von der Magna Carta gibt? Wikipedia erklärt es uns:
Eine Besonderheit der Magna Carta ist, dass es über ein Dutzend Originale gab. Damit das Dokument in allen Teilen des damaligen Reiches durchgesetzt werden konnte, wurde für jede Grafschaft ein Exemplar angefertigt und am 19. Juni 1215 durch den König unterzeichnet. Die Dokumente unterschieden sich dabei in ihrer Größe und Form sowie teilweise sogar im Wortlaut. Vier Exemplare sind bis heute erhalten. Zwei davon sind im Besitz des Britischen Museums, und jeweils eines befindet sich in Lincoln und Salisbury. Letzteres ist am besten erhalten. Es wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt und weist im Gegensatz zu den anderen kaum Abnutzungsspuren auf.
(Quelle: Wikipedia)

Nun, dieses “vor wenige Jahren” muss aber mindestens 30 Jahre her sein. Bei einem solch alten Dokument sind das dennoch “wenige” Jahre.
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Die Kathedrale von Lincoln — Am Drehort des Da Vinci Codes
Von Jens-Rainer Wiese | 30.Juni 2008
Unsere Rundreise durch Mittel- und Nordengland führte uns im letzten Teil in den Osten von England, nach “Lincolnshire“, in den East Midlands von England. Der Name geht zurück auf die römische Kolonie “Lindum Colonia“. Aus Lincoln sind in den letzten Jahrhunderten viele Menschen ausgewandert, die den Namen ihrer Heimatstadt in die USA, nach Kanada, Neuseeland und Australien trugen. Allein in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es heute 23 Ort, die sich “Lincoln” nennen.

Die Stadt Lincoln hat ein ähnlich imposantes “Minster” wie York zu bieten. Doch hier heisst sie “Kathedrale”, obwohl sie am “Minster Yard” liegt. Denn auch hier stand einst ein “Monasterium” = Kloster. Sie gilt als die “kleine Schwester” der Kathedrale in York, ist aber wesentlich weniger überlaufen von Touristen. Es kostet ebenfalls Eintritt, diese Kathedrale zu besichtigen, aber im Vergleich zur St. Paul´s Cathedrale oder der Westminster Abbey ist er hier lächerlich gering und man muss auch nicht Schlange stehen, um in das wundervolle gothische Bauwerk zu gelangen.
Im August 2005 wurden hier Szenen mit Tom Hanks für den Thriller “The Da Vinci Code” gedreht, als Ersatz für die eigentlich im Buch erwähnte Westminster Abbey in London.

Das führte zu einer Protestaktion einer Nonne:
LONDON, England — A Roman Catholic nun led protesters who greeted Hollywood star Tom Hanks as he arrived at a cathedral in England for the filming of controversial best seller “The Da Vinci Code.” Sister Mary Michael, 61, knelt in prayer outside Lincoln Cathedral where scenes for the blockbuster are being shot. She believes the book by author Dan Brown contains heresy.
(Quelle: CNN.com)
Teile der für die Dreharbeiten benutzten Dekoration wurden später dem Minster geschenkt und sollten versteigert werden.

Doch bislang haben sich wohl nicht viele Interessenten gefunden, denn der Verkauf läuft immer noch:
Sale of Da Vinci Code Film Props
There were so few bids for these items in the auction that in the terms of the prospectus the auction has been cancelled. However, the items are still for sale by private treaty and anyone wishing to discuss purchasing items should contact Roy Bentham, the Cathedral’s Chief Executive on 01522 561601 or by email on chiefexecutive@lincolncathedral.com
(Quelle: Lincoln Cathedral)
Wie schon in York ist die Fassade völlig leer und schmucklos, was für unseren Geschmack bei einer so schönen gotischen Kirche auch nicht weiter stört. Dort wo sonst Statuen von Heiligen oder Propheten oder Fürsten angebracht sind, ist hier gähnende Leere. Das runde “Chapter House” ist typisch für eine anglikanische Kirche.

Wir lesen bei Wikipedia:
Ein Kapitelhaus (engl. Chapter House) ist ein Versammlungsgebäude für Klerus oder Domkapitel, das einer Bischofs-, Kloster- oder Stiftskirche beigeordnet ist. Das erste Kapitelhaus entstand 1110 in Worcester. Der Grundriss des Kapitelhauses kann rechteckig oder polygonal sein. Das englische Chapterhouse ist mit dem Kreuzgang oder Querhaus durch einen Stichgang verbunden. Es ist also im Gegensatz zu den festländischen Kapitelsälen ein freistehender Bau. Ein Kapitelsaal liegt dagegen innerhalb der Klausur.
Das englische Chapterhouse beginnt seine Entwicklung in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und hat auf dem Festland keine Entsprechungen. Es ist acht- oder zwölfeckig und häufig über einer Mittelsäule gewölbt.
(Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen zur Kathedrale von Lincoln und eine sehr interessante Audio-Onlinetour finden man hier.
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Keine Kathedrale aber ein Minster — Unterwegs in York
Von Jens-Rainer Wiese | 22.Juni 2008
Weil York keine Kathedrale besitzt, sondern ein “Minster” ist diese Stadt passend mit dem westfälischen Münster eine Städtepartnerschaft eingegangen.

In beiden Fällen hat sich die Bezeichung aus dem Wort”Monasterium” entwickelt:
Die Bezeichnung Münster ist ein frühes deutsches Lehnwort, abgeleitet vom lat./griech. monasterium = Kloster. Damit wurde zunächst eine Kirche, die ursprünglich nicht als Pfarrkirche, sondern als Teil eines Klosters oder Kapitels (Stiftskirche) gebaut wurde, bezeichnet. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich daraus die Bedeutung Großkirche, sodass in Süddeutschland und angrenzenden Ländern mit “Münster” außer Stiftskirchen auch Bischofskirchen und einige große Stadtpfarrkirchen bezeichnet wurden. Auch über den Bautyp sagt der Begriff nichts aus. Die Bezeichnung “Münster” ist also eine traditionell festgelegte Benennung für eine bestimmte Kirche.
Im englischen Sprachraum kann man eine ähnliche Entwicklung des Wortes “Minster” erkennen wie beim deutschen “Münster”. Engl. “minster” leitet sich ebenfalls vom lat./griech. “monasterium” her, es ist ein frühes englisches Lehnwort im Gegensatz zu engl. “monastery”, das tatsächlich die Bedeutung “Kloster” hat, wohingegen mit “Minster” aber traditionell nicht unbedingt Klosterkirchen, sondern andere Kirchen mit herausragender Bedeutung bezeichnet werden.
(Quelle: Wikipedia)
Was uns beim Minster in York besonders auffiel, ist die gänzlich leere Fassade.
. Keine Statue der Evangelisten, keine Propheten oder Könige, wie sonst an mittelalterlichen Kathedralefassaden üblich. Alles ist leer.
Wo sich sonst etliche weltliche und biblische Figuren befinden, sieht man nier nur den nackten Sandstein. Alle Spuren der ehemaligen katholischen Kathedrale wurden systematisch entfernt:
The English Reformation led to the first Anglican archbishop, the looting of much of the cathedral’s treasures, and the loss of much of the church lands. Under Elizabeth I there was a concerted effort to remove all traces of the Roman Catholic Church from the cathedral; there was much destruction of tombs, windows, and altars. In the English Civil War the city was besieged and fell to the forces of Cromwell in 1644, but Thomas Fairfax prevented any further damage to the cathedral.
(Quelle: Wikipedia)
Ein virtueller Besuch des Inneren dieser Kirch ist hier zu finden.
Vor dem Minster steht ein Denkmal von Konstantin dem Grossen.

Er wurde hier von seinen Truppen zum Römischen Kaiser ausgerufen. Sein Denkmal erinnert die Bedeutung dieser Stadt während der Römerzeit:
Die Stadt Eboracum wurde während der Regierungszeit des römischen Kaisers Vespasian im Jahre 71 n. Chr. gegründet. Zunächst war sie ein Militärfort der IX. Legion unter dem Kommando des Petilius Cerialis. Das ursprüngliche hölzerne Lager wurde von Agricola im Jahre 81 n. Chr. erneuert, bevor es zwischen 107 und 108 n. Chr. endgültig aus Stein errichtet wurde. Für die Römer war York die wichtigste Militärbasis im Norden von Britannien und nach der Teilung des Landes im dritten Jahrhundert nach Chr. die Hauptstadt von Nordbritannien (Britannia inferior). Im Jahre 211 n. Chr. starb Kaiser Septimius Severus in der Stadt. Als Britannien im Jahre 296 n. Chr. durch Kaiser Diokletian weiter aufgeteilt wurde, blieb York das Verwaltungszentrum von Britannia Secunda und stieg zur Colonia unter dem Namen Colonia Eboracensium auf. Als der Vater von Kaiser Konstantin dem Großen, Constantius Chlorus, in York im Jahre 306 n. Chr. starb, wurde Konstantin dort von seinen Truppen zum Kaiser ausgerufen.
(Quelle: Wikipedia)
In einer Daueraustellung unterhalb der Kirche werden die Reste der römischen Garnisonsstadt beleuchtet. Direkt unter der Kirche fand man ein grossartiges römisches Wandgemälde, das einen “Tromp d’oeil” Effekt präsentiert. Die Ausstelung demonstriert, dass hier erst eine Garnisonsstadt, dann eine frühmittelalterliche Kirche und schliesslich das Minster gebaut wurde. Aus allen drei Epochen sind zahlreiche Grundmauern und Reste erhalten.

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York liegt an der Ouse — 30 Minuten Bootfahren für 8 Euro
Von Jens-Rainer Wiese | 20.Juni 2008


Das mittelalterliche Städtchen York in der Grafschaft Yorkshire liegt an dem Fluss Ouse. Auf dem kann man sogar mit einem Ausflugsschiff fahren. Weil es dabei aber nicht sonderlich viel zu sehen gibt, dauert so eine Fahrt nur 30 Minuten (15 Minuten flussabwärts, umdrehen, 15 Minuten flussaufwärts, fertig).



Ein bisschen hat man das Gefühl, an der Seine in Paris spazieren zu gehen. Fehlen nur die Bouquinistes mit ihren Kästen voller Bücher.

Lustig ist, dass der Name “York” (auf den ja auch New York zurückgeht) ursprünglich “Pferdebucht” bedeutet:
Der Ort, an dem sich die Stadt heute befindet, wurde von den Römern Eboracum genannt, was übersetzt wahrscheinlich „Ort der Eibenbäume“ heißt. Es gibt weder Quellen noch archäologische Funde, die auf eine vorrömische Siedlung an dieser Stelle hinweisen, doch ist eine keltische Vorbesiedlung wahrscheinlich. Nachdem die Angelsachsen um 400 n. Chr. die Gegend eroberten, wurde die Stadt in „Eoforwic“ umbenannt. Die Elemente des Namens stehen für Keiler (”eofor”) und Siedlung (”wic”). Die folgende Besiedlung des Landstrichs durch die Wikinger führte zu einer erneuten Umbenennung der Stadt. Sie wurde nach der schwedischen Stadt Jorvik benannt, was „Pferdebucht“ bedeutet. Nach der Normannischen Invasion im Jahre 1066 wurde dieser Name in “York” geändert.
(Quelle: Wikipedia)

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Riveaulx Abbey in North Yorkshire — 1538 war alles vorbei
Von Jens-Rainer Wiese | 18.Juni 2008
Die gut erhaltenden Klosteranlagen des ehemaligen Zisterzensier Klosters “Riveaulx Abbey” liegen gut versteckt in einem idyllischen Tal in der Nähe von Helmsley in North Yorkshire.


Wie schon auf beim Besuch des Klosters Lindisfarne auf Holy Island stossen wir auch hier auf den Hinweis: “Das Kloster wurde 1538 durch Heinrich VIII aufgelöst”. Keine Kirchengeschichte, die in England nicht von der Geschichte der “Auflösung der englischen Köster” betroffen ist.

Wikipedia schreibt:
Die Abtei wurde 1132 von zwölf Mönchen von Kloster Clairvaux gegründet. Ziel war die Errichtung eines Missionszentrums für die Kolonisierung von Nordengland und Schottland. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Abtei zu einer der größten in Yorkshire. Sie konnte sich mit Fountains Abbey messen. 1142 lebten dort schon über 300 Mönche. Besonders unter dem Abt Aelred von Rievaulx wuchs die Zahl der Mönche sehr stark an; bei seinem Tod waren es ca. 650 Chormönche und Brüder.
Die Abtei liegt heute in einem bewaldeten Tal in der Nähe des Flusses Rye. Um genügend flaches Bauland zu haben, wurde der Fluss im 12. Jahrhundert von den Mönchen dreimal umgeleitet. Die Mönche verstanden es auch, aus ihrer Abtei ein wirtschaftlicher Faktor zu machen: Blei und Eisen wurde abgebaut, die Schafwolle, die sie produzierten, wurde nach ganz Europa verkauft. So wurde sie, mit 140 Mönchen und noch mehr Laienbrüdern zu einer mächtigen Institution, welche alleine 24 km² Land besaß.
(Quelle: Wikipedia)
Erst nach 1750 wurden die Ruinen, völlig überwuchert und zerfallen, wieder vom Bewuchs befreit und als Kulturerbe wiederentdeckt. Auch nach 900 Jahren sind die Reste noch beieindruckend:

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