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British Library vs. Madame Tussaud — Die Beatles im Original und als Wachsfigur
Von Jens-Rainer Wiese | 17. April 2010
Ein absolutes Highlight in der Londoner Museumslandschaft, und dennoch kaum besucht, ist die permanente Ausstellung der British Library.
Bis 1998 Teil des British Museums, zog sie dann um in einen ultramodernen Neubau im Stadtteil St. Pancras, unweit des gleichnamigen Bahnhofs. Der Besuch ist kostenlos, und es ist unglaublich, welche einzigartigen Schätze dort ausgestellt werden:
Zwei Originale der Magna Carta, das einzige Manuskript von Beowulf (nein, nicht das Drehbuch zum gleichnamigen Film), zwei Original Gutenberg-Bibeln und, was uns besonders beeindruckte, eine Vielzahl von Original Beatles Manuskripten. Notizen für ihre Songs, auf eine Serviette oder einen Bierdeckel notierte Texte zu weltberühmten Songs. Der Text von „Hard days night“ wurde z. B. auf einer Geburtstagskarte notiert. Ausgestellt sind weiterhin an Beatles Manuskripten:
• MS Lyric In My Life (beginning ‘There are Places I Remember’)
• MS Lyric She Said (beginning ‘I Know what it’s Like to be Dead’)
• MS Lyric I remember a time when everyone
• MS Lyric Ticket to Ride
• MS Lyric The Fool on the Hill
• MS Lyric Yesterday
• MS Lyric Help
• Photo of John Lennon
• Photo of the Beatles, including Pete Best and Stuart Sutcliffe
• Birthday card with MS Lyric A Hard Day’s Night
• MS Lyric Strawberry Fields Forever (beginning ‘No-one I think….’
• MS Lyric I wanna hold your hand
• MS Lyric Michelle
• Hunter Davis biography
• The Beatles Book No 1, August 1963
• 45rpm single of A Hard Day’s Night
• Beatles’ 1963 Christmas record in cover
• Hammersmith Odeon concert ticket, 1965
• Fan club membership card
Wenige Kilometer weiter stehen die Touris 2 Stunden Schlange und zahlen 12 Pfund Eintritt, um die schlecht gemachte Wachsfiguren-Kopie der Beatles bei Madame Tussaud zu sehen, während hier solche Original-Niederschriften ohne Publikumsandrang in aller Ruhe studiert werden können.

Kopfhörer stehen bereit, um von allen Original-Partituren auch klanglich einen Eindruck zu gewinnen.
Wer eher naturwissenschaftlich interessiert ist, findet ein Notizbuch von Leonardo da Vinci und für Shakespeare Fans gibt es ein jede Menge früher Augaben seiner Werke. Musikhistoriker freuen sich über handschriftliche Notenblätter von Bach, Händel oder Mozart, incl. Tonbeispiel.
Spass machen die Computerpräsentationen „Turning the pages“ mit denen man viele Werke selbst am Touchscreen durchblättern kann. Sie sind auch via Internet zu besichtigen.
Damit die Bücher nicht gestohlen werden verloren gehen im Museum, werden sie übrigens mit starken Ketten gesichert:
Topics: Museumstipp |


2.Juli 2008 at 17:10
[…] wird eine weitere Kopie der Magna Carta aufbewahrt. Aber die hatten wir bereits in London in der British Library in doppelter Ausführung gesehen. Ein viertes Exemplar liegt in Salisbury. Ist 28 Jahre her, dass […]
2.Februar 2009 at 16:32
ich habe mich nie für Madame Tussaud interessiert aber ich merke das das ein tolles thema ist gibt es darüber auch ein Buch??